• Die Industrialisierung des Huhns hat längst den "ursprünglichen Bauernhof überholt. Bilder von der Henne mit ihren Küken auf der Wiese gibt es nur noch auf einigen wenigen, bis gar keinen Bauernhöfen oder auf Werbebildern der "Eierindustrie".
  • Die Zuchtarbeit liegt in den Händen einiger weniger Zuchtunternehmen, die mit reinerbigen Tieren aus dem Labor die Großelternbestände aufbauen.
  • Aus den befruchteten Eiern der Großelterntiere schlüpfen die Elterntiere unserer "Legehennen".
  • Diese Elterntiere werden als Küken von den Zuchtbetrieben der Großelterntiere  an die Vermehrungsbetriebe geliefert.
  • Im Vermehrungsbetrieb werden Hühner ZWEIER reinerbiger Linien gepaart. Daraus entstehen die "Hybridhennen", "unsere Legehennen", die als Bruteier an die Brütereien weitergeliefert werden.
  • Durch künstliche Bebrütung schlüpfen aus den befruchteten Eiern der Elterntiere , nach 21 Tagen,  die Küken.
  • Da nur weibliche Küken für die spätere Eiererzeugung geeignet sind, werden die männlichen Küken aussortiert („sexen“ genannt).
  • Auf jedes weibliche kommt ein männliches Küken.
  • Männliche Tiere sind naturgemäß nicht zum Eierlegen zu gebrauchen und würden als "Masthähnchen" nicht schnell genug Fleisch ansetzen, wie ihre extra dafür gezüchteten Artgenossen, die Masthühner.
  • Die mit dem Aussortieren der männlichen Küken beschäftigten Mitarbeiter können dank dieser als „Feather-Sexing" bekannten züchterischen "Innovation" etwa 4000 Küken pro Stunde "aussortieren".
  • Die unerwünschten männlichen Küken der Legelinien werden nach dem "Aussortieren" getötet.
  • Entweder durch Vergasen, in einem 30 Sekunden dauernden Todeskampf, oder lebendig durch eine Schreddermaschine.
  • Die Zuchterfolge der „Hühnerproduktion“ führen jährlich in unterschiedlichsten Brütereien zu Millionen vergaster, geschredderter Küken.
  • Die weiblichen Hühnerküken, die leben dürfen, werden nach der Selektion gegen die Marek´sche Krankheit (= Herpeserkrankung) geimpft.
  • Nahezu allen wird der Schnabel, durch den empfindliche Nerven laufen, mit einem heißen Messer gestutzt - damit sie sich später nicht gegenseitig blutig hacken können!
  • Nach der Schutzimpfung und dem Schnabelkupieren, werden die weiblichen Tiere zu den Aufzuchtbetrieben gebracht, wo sie rund 20 Wochen bei Dämmerlicht in Käfigen, oder zu Tausenden in riesigen Hallen gehalten werden.
  • Kurz bevor die Hennen in einem Alter von etwa 5 Monaten ihr erstes Ei legen, werden sie an die Landwirte ausgeliefert, wo sie dann unsere Frühstückseier "produzieren".
  • Durch die physiologische Manipulation in der Zucht, sind die Hühner gezwungen, alle 24 bis 30 Stunden ein Ei zu legen (bis zu 300 Stück im Jahr).

Die gesundheitlichen Folgen sind verheerend:

Die für den Aufbau der Eierschalen notwendige Menge an Calcium ist über das Futter kaum zu decken.

Deshalb entzieht der Körper den Knochen dieses Mineral, was zu Knochenbrüchen, Osteoporose und Knochenverformungen führt.

  • Die Eier werden auch zur industriellen Weiterverarbeitung in Form von Voll-, Flüssig-, Trockenei, Ei-Eiweiß (Eiklar), Eigelb (Dotter), Ei-Albumin und Lecithin genutzt.
  • Lange nicht alle Hennen überleben diese Strapazen. Einige werden auch getötet, weil sie sich nicht zu "profitabeln Legehennen" entwickeln.
  • Der Großteil aller "Legehennen", auch für die alternativen Haltungsformen, stammen aus solcher Zucht!
  • Nach einem Jahr  (plus) Legeakkord-Alptraum ist für die Hennen das Lebensende gekommen.
  • In der Natur legt jede Henne eine Pause zur Mauser ein, in der sich das Gefieder erneuert. Die Mauserpause ist in der "Eierindustrie" unerwünscht. Die Eier nach der Mauser würden etwas größer sein, und der Zyklus verläuft nicht nach Standard, ergo sind die Hennen für den Betrieb unwirtschaftlich und werden getötet.
  • Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 100 Millionen Tiere für die Eierproduktion: Als "Eintagsküken" vergast, als "Ausschuss" getötet, in der Haltung verendet oder als "verbrauchte Legehenne" geschlachtet.
  • 100 Millionen sinnlos getötete, gequälte Tiere. Jedes gekaufte Ei, gleich in welcher Haltung es nun "produziert" wurde, tötet.
  • Zuwendung, soziale Nähe, Wärme oder Mutter-Kind-Beziehungen wird es für diese Tiere niemals geben. Sie sind zu Maschinen degradiert, ihr Leben ist reduziert auf den Wert des "Endprodukts".