Corona - Schlachthöfe

In Deutschland haben sich Hunderte Schlachthof-Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Plötzlich horcht die Komplizen-Gesellschaft auf und empört sich über den Horror in der Fleischindustrie.
Eben diese Komplizen eines industriellen Komplexes, der ohne Sinn und Verstand Mensch und Tier maschinell versklavt und tötet, massiv den Regenwald zerstört, die Weltmeere leerfischt und eine globale Schneise der Verwüstung hinterlässt.
Eben diese Komplizen, die mit einer Gleichgültigkeit und Borniertheit ihr eigenes Leben, das Leben anderer, sowie die Zukunft unserer Kinder dieser Industrie zum Fraß vorwirft.
Das, was in der Fleischindustrie geschieht ist kein Staatsgeheimnis. Alle wissen es seit zig Jahren doch nur wenige hat es gestört.
Doch mit Corona hat sich das geändert!
Nicht „nur“, dass in der Fleischindustrie Lebewesen wie Dreck behandelt werden; das Ganze hat auch eine internationale Dimension: Die deutsche Fleischindustrie arbeitet unter Weltmarktbedingungen und schafft es, Weltmarktpreise zu unterbieten. Sie macht Druck auf die Erzeuger, die Bauern. Diese halten Tiere auf engen Stallflächen, wo sie mit Antibiotika behandelt werden, damit sie nicht krank werden. Gefüttert werden sie mit Soja oder Mais, der billig aus Südamerika eingekauft wird. Dort werden große Flächen Urwald gerodet, um noch mehr Futtermittel anbauen zu können. Was im Ergebnis das Klima schädigt, die Bodenpreise explodieren lässt und Wildtieren ihren Lebensraum nimmt, die wiederum Viren in sich tragen, die dem Menschen gefährlich werden.
Die „Weltorganisation für Tiergesundheit“ schätzt, dass 60 Prozent aller beim Menschen existierenden Infektionskrankheiten „Zoonosen“ sind, also Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden. Die Zahl steigt mit der Anzahl der Tiere. Intensive Tierhaltung führt zu mehr Krankheiten der Tiere und erhöht das Risiko, dass diese auf den Menschen übertragen werden. Viren können sich in intensiven Haltungssystemen so vermehren, anpassen und mutieren, dass sie die Artgrenze überspringen.
Doch Viren sind nicht das einzige Problem:
Seit Jahren warnen die WHO und die FAO vor Antibiotikaresistenzen. Jährlich werden weltweit etwa 131.000 Tonnen Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt. Diese werden durch das Fleisch von den Menschen aufgenommen.
Es gibt keine konsequentere politische Aussage als gelebter Veganismus. Nichts ist befreiender, als dieser in allen Belangen totbringenden Industrie den FUCKFINGER zu zeigen und bestens informiert weniger betretene Pfade zu beschreiten, als blind, taub und jubelnd an der Seite seiner Ausbeuter in den Untergang zu taumeln.