Muttertag 2018

Jeder Mensch, der schon einmal eine Geburt (mit)erlebt hat, wird dieses Privileg kennen, das ihm zuteil wurde:
Diese höchst intensive Erfahrung, Zeuge von etwas Gewaltigem zu sein, das von zwei Lebewesen geteilt wird, deren Hingabe zueinander schon begann, bevor ihre Körper die Schmerzen der Geburt erlebten; lange bevor ihre Augen sich das erste Mal trafen, den Geruch des Anderen wahrnahmen, während ihre Bindung von Tag zu Tag enger wurde; Zeuge einer bedingungslosen Hingabe zu sein, die jede Mutter ihrem Kind entgegenbringt, getragen vom Schweiß, Blut und der gewaltigen Anstrengung ihres Körpers, während sie ihr Baby mit zartem, erschöpftem Staunen in der Welt willkommen heißt.

Für jedes Neugeborene und jedes Kind, egal ob menschlich oder nichtmenschlich, ist die Mutter die ganze Welt. In jeder Sekunde, in jeder Minute, in jeder Stunde, an jedem Tag, an dem du noch nicht vegan lebst und denkst, du müsstest die Sekrete, die Körperfasern und Körperteile von Müttern und Kleinkindern konsumieren; denkst, dein Geld dafür ausgeben zu müssen, um weiterhin mutwillig, roh, egoistisch, barbarisch und brutal für die mutwillige Zerstörung von Familien zu bezahlen, zerreißt du mit aller Gewalt das zarte und hingebungsvolle Band zwischen einer Mama und ihrem Kind.

Stell dir nur für einen Moment die Qual vor, Jahr für Jahr gewaltsam geschwängert zu werden und zu wissen, dass jedes Mal, wenn du ein Kind gebärst, dir dieses Kind, das du in deinem Leib getragen hast, gewaltsam entrissen wird.
Möchtest du wirklich dafür verantwortlich sein?
Frage dich nach deiner persönlichen und moralischen Integrität.
Frage dich nach dem Respekt, den du dem Leben entgegenbringst.
Frage dich, wo dein Menschsein anfängt und wo es aufhört.

An 365 Tagen im Jahr, auch an diesem Muttertag, denke ich an all die Mütter, die ihr Dasein in der Vernichtungsmaschinerei der Fleisch-, Eier- und Milchindustrie fristen müssen; deren unendliche Trauer, deren Schreie, deren Wehklagen so wenige Menschen hören.

Wir sagen: Genug ist genug!