Veganismus ist die "radikale" Idee...

Wenn Fleisch- Milch- und Eierkonsumenten sagen, dass sie „Tiere lieben“, dann, das weiß die geneigte veganlebende Leserin, der geneigte veganlebende Leser dieser Zeilen, ist das eine dreiste und unverschämte Lüge. „Haustiere“ vielleicht. Aber nur die mit Fell. Wenn sie „klein und knuffig“ sind. Vielleicht.

Die Pervertierung und Misshandlung des Wortes „Liebe“ hört erst dann auf, wenn die unschuldigsten, wehrlosesten und schwächsten Lebewesen, noch im Kindesalter, nach der brutalst möglichen Ausbeutung, getötet werden: Im Auftrag des Konsumenten, der aber natürlich nicht selbst „Hand anlegt“, nein, das bringt er nicht „übers Herz“: das delegiert er an die Menschen, die selbst in den Schlachthäusern ausgebeutet werden. Eine Win-Win Situation für den „Tierfreund“.

Fleisch- Milch- und Eierkonsumenten nehmen empfindungsfähigen Lebewesen aus bloßer, banaler Genusssucht, endloser Gier und Gewohnheit ihr Leben. Sie nehmen ihnen das Allerwichtigste, weil sie es gerade mal so wollen. Sie müssen es nicht. Sie wollen es. Da gibt es wenig zu diskutieren.

Fleisch- Milch- und Eierkonsumenten sehen zwischen ihrer „Liebe“ zu empfindungsfähigen Lebewesen und dem Töten (lassen) an eben diesen Lebewesen keinen Widerspruch. Wenn man so etwas über Menschen sagen würde, würde man völlig zu Recht als Psychopath gelten. Doch dies funktioniert, wenn „Liebe“ für diese Menschen etwas völlig egoistisches und sie Tiere nur „lieben", weil es für sie nützlich ist: die Tiere ihnen aber weitestgehend egal sind.
Das ist keine Liebe: Es ist egoistische Gier.

Da ihnen, wie uns allen, diese karnistische Ideologie von Kindheit an eingetrichtert worden ist, bekommen sie nun also den absurden Spagat hin, ihre „Liebe“ mit Töten (lassen) gleichzusetzen, um dann ihre Ideologie und „Überzeugungen“ mit allerlei nicht auszuhaltendem Geschwätz zu verteidigen.

Wir vegan lebende Menschen sind der Stachel im Hintern der Gesellschaft. Wir müssen es den Menschen weiterhin mit aller Macht und aller Kraft, die uns zur Verfügung steht,  verständlich machen, wie sehr die Vergessenen und die, die im Dunklen stehen, von unserem Mitgefühl und unserer wahren Liebe abhängig sind: auf vielen verschiedenen Wegen.

Wir haben uns diese Verpflichtung auferlegt: Die Tiere zählen auf uns.

Gegen alle Widerstände habe ich es zu meiner Lebensaufgabe gemacht, die Tiere zu beschützen, wo und wann immer ich kann und es mir möglich ist, für sie zu sprechen. Mich um sie zu kümmern, für sie zu kämpfen, gegen alle Gegenwehr und Ungerechtigkeiten; auch schon alleine deswegen, um dem Begriff „Tierliebe“ die Würde wiederzugeben.

Was ist mit dir?