Die Fluegel stutzen

Wir wurden in eine Gesellschaft hineingeboren, die auf Gehorsam und Anpassung getrimmt ist; eine Gesellschaft, die den Vernichtungswahn an den Schwachen und Schwächsten verherrlicht, und in der das Partizipieren an Gewalt zu einem sozial erwünschten Verhalten zählt.

 

Hineingeboren in den ewigen monströsen Mahlstrom der Gleichgültigkeit; unser Denken und Handeln von Mitgefühl befreit; von der Fähigkeit, Leid zu verstehen, von dem Gefühl der Verbundenheit abgetrennt; unserer angeborenen Empathiefähigkeit beraubt; mordend mit der dreckigen Klinge der fremdbestimmten Glaubenssätze.

 

Wir logen in jedes Gesicht, wir würden lieben, waren aber vergiftet mit Gleichgültigkeit; eine Gleichgültigkeit, die jede Liebe im Keim erstickt. Das Gift, das durch unsere Adern floss war das selektive Mitgefühl, das uns geistig - moralisch verkümmern ließ; das selektive Mitgefühl, das unter dem Deckmantel der „Normalität“, Millionen und Abermillionen empathiefähiger Lebewesen seelisch und körperlich zerstören und auslöschen lässt.

Darum vergiss niemals, dass du in dieser Gesellschaft, in der die Menschen, die sich für die Rechte ALLER nichtmenschlichen Tiere einsetzen, belächelt, beleidigt, bekämpft, diskriminiert, verhöhnt und ausgegrenzt werden, ein helles Licht bist, das weithin strahlt; vergiss niemals, warum du nicht mehr anders konntest, als den Schwächsten, den Ausgebeuteten, den Geknechteten, den Vergessenen, den Verlorenen, denen, die im Dunklen stehen, deine Stimme zu geben; vergiss niemals, auch wenn du dich zermürbst, traurig, alleine, müde und zerschlagen fühlst, dass es dort draußen Unzählige gibt, die auf deine laute Stimme zählen; vergiss niemals, dass du es warst, der den Mantel der Gleichgültigkeit zerrissen hat, der sich eiskalt um dein Herz gelegt hatte.