Happy Birthday, Max & Fine

Happy Birthday, Max & Fine 🎉🎈✹

 

Vor drei Jahren, am 16. September 2014, erschien das erste Max & Fine Buch. đŸźđŸ„đŸœ

Wir könnten jetzt eine Verlosung starten und mit GratisbĂŒchern um uns schmeißen. So, wie es so viele tun.
Oder IHR solltet UNS beschenken. 😛
Doch heute nicht.

 

Zeit, ein kleines ResĂŒmee zu ziehen.
Auf ein persönliches Wort, liebe Follower:

 

„Max & Fine“ entstand, als simpler Gedanke, Weihnachten 2013:
„Wie wĂ€re es, ein Buch aus der Sicht eines Kindes zu schreiben, das durch Zufall einen Blick hinter den Vorhang der Milchindustrie erhascht, daraus ihre Konsequenzen zieht und die Erwachsenen so sehr ins Nachdenken bringt, dass auch diese ihr Verhalten Ă€ndern?
Wie wĂ€re es, den Menschen das bittere Schicksal der KĂŒhe und (mĂ€nnlichen) KĂ€lber nĂ€herzubringen?
Wie wĂ€re es, gerade die jungen Menschen aufzurĂŒtteln und ihnen aufzuzeigen, dass es keinen Unterschied zwischen „Haus - und Nutztier“ gibt? 🐼

 

Als das Buch dann auf den Markt kam, dachten wir:
„Ja! Gut, dass wir das gemacht haben.“
Versprochen hatten wir uns nichts davon.

 

Ziemlich ĂŒberrascht waren wir, als plötzlich immer mehr Menschen unsere Arbeit toll fanden.
Vielleicht hatten wir einen Nerv getroffen? Abwarten!

 

Schnell realisierten wir aber auch, dass das Thema „Kinderbuch - Bauernhof - Wahrheit“ nicht ĂŒberall auf begeisterte Leser_innen stieß.
Wir waren zu Beginn (und sind es mitunter immer noch) ziemlichen Anfeindungen ausgesetzt und mussten sogar Ă€ußerst unangenehme persönliche Bedrohungen ĂŒber uns ergehen lassen.
Wegen einer Kinder - und Jugendbuchreihe?
Eigentlich unvorstellbar, doch plötzlich waren wir uns sicher, einen Nerv getroffen zu haben.

 

Hinzu kam die Tatsache, dass wir oft totgeschwiegen wurden und es auch teilweise noch werden. Dieser Weg ist steinig und es dauert wohl noch ein paar Jahre, bis auch hier ein fundamentales Umdenken stattfindet (falls es stattfindet); stellen wir doch Tausende MĂ€rchenbĂŒcher, die als konventionelle BauernhofbĂŒcher getarnt in den Regalen stehen, existentiell in Frage.

 

Stellt euch vor, den Menschen hĂ€tte man von klein auf beigebracht, dass sie SchwĂ€chere und Wehrlose nicht ausbeuten dĂŒrfen, nur weil es ihnen gerade so gefĂ€llt.

Stellt euch vor, den Menschen hĂ€tte man von klein auf beigebracht, dass alle Lebewesen, die als sogenannte „Nutztiere“ deklariert werden, keine Waren und keine Nummern, sondern empathiefĂ€hige Geschöpfe sind, die Liebe, Schmerz, Trauer und Freude empfinden. So wie sie selbst.

Stellt euch vor, den Menschen hĂ€tte man von klein auf beigebracht, dass Lebewesen nicht in Kategorien wie z.B. „Haus - oder Nutztier eingeordnet werden dĂŒrfen und sie respekt, liebe - und verantwortungsvoll mit ALLEN umgehen sollen.

Stellt euch vor, den Menschen hÀtte man von klein auf beigebracht, dass die elementarsten Lebensrechte unserer Mitgeschöpfe viel wichtiger sind, als irgendwelche völlig banalen Konsumvorlieben.

 

Wir haben eine persönliche und moralische Verpflichtung den sogenannten „Nutztieren“ gegenĂŒber.
Aus DEM Grund, weil sie wehrlose Geschöpfe sind, die dringend unsere Hilfe benötigen:

Sie bauen darauf, dass wir sie wertschÀtzen.
Sie bauen darauf, dass wir auf sie achtgeben.
Doch, wir rauben ihnen ihre Kinder.
Wir rauben ihnen ihre Freunde.
Wir rauben ihnen ihre WĂŒrde.
Wir rauben ihnen ihre Freiheit.

Wir missbrauchen ihr Vertrauen, verraten und verspotten sie, lassen sie im Stich, schicken sie in den Tod, um dann, letztendlich, ihre Körper zu essen und ihre SÀfte zu trinken.

Uns war von Anfang an klar, dass wir Klartext reden wollten und mussten:
Keine Reformerromantik.
Kein Anbiedern.
Keine LĂŒgen.
Keine Kompromisse.
Klare Kante zeigen.
FĂŒr die Befreiung der Tiere.

 

Ehrlich gesagt ist es nicht einfach, diese brutale RealitĂ€t, die uns alle so sehr schmerzt, in Kinder - und JugendbĂŒcher zu verpacken. Es ist in der Tat ein „Ritt auf der Rasierklinge.“ 💣

 

Die Zeit verging und so kam ich irgendwann auf die Idee:
Wieso nicht eine in sich abgeschlossene Buchreihe daraus machen?
Drei Teile sollten es werden.

 

Und so machten wir uns an Max & Fine 2 | Henri haut ab“, den zweiten Teil der Buchreihe ĂŒber die HĂŒhner und die mĂ€nnlichen KĂŒken in der sogenannten „Eierindustrie“, das am 19.04.2016 das Licht der Welt erblickte. 🐣

 

Aktuell schauen wir der dritten Veröffentlichung ins Auge.
Der genaue Titel und der Inhalt des Buches wird noch nicht verraten, nur soviel:

„Binnen weniger Stunden wird die Existenz von sechs jungen Menschen in seinen Grundfesten erschĂŒttert, denn unversehens treffen sie auf unerbittliche Gegner, die ihre Lebensgrundlage zerstören wollen und das `Spiel im Schatten` perfektioniert haben:
Die Agrarindustrie und der mĂ€chtigste `Schweinebaron` Deutschlands. đŸ·

 

Um gegen sie anzukĂ€mpfen, treten sie FeuersbrĂŒnsten und StĂŒrmen entgegen, liefern sich wilde Verfolgungsjagden, befreien Schweine aus StĂ€llen, decken Korruption auf und gehen extrem an ihre Grenzen.

 

Doch am Ende ist nicht alles, wie es scheint und unsere Helden mĂŒssen begreifen, dass die Wahrheit ein komplexes Gebilde ist, das sich nur PuzzlestĂŒck fĂŒr PuzzlestĂŒck zusammensetzen lĂ€sst, wenn man in der Lage ist, ganz neu denken zu lernen.

 

Ein ziemlich rĂ€tselhafter Hochgeschwindigkeitskrimi ĂŒber Menschen - und Tierrechte, den unbĂ€ndigen Willen, Dinge verĂ€ndern zu wollen, den gemeinsamen Kampf fĂŒr eine bessere und gerechtere Welt und letztendlich ein PlĂ€doyer fĂŒr das Leben. Und Schweinen. Vielen Schweinen.“ 🐖

 

Max & Fine ist und bleibt eine Idee. Eine Utopie. 🌏

 

Pro verkauftes Buch verdienen wir:
Erster Teil der Buchreihe ĂŒber den Verlag: 2,80 Euro; ĂŒber den Buchhandel: 0,55 Cent.
Zweiter Teil der Buchreihe ĂŒber den Verlag: 2,86 Euro; ĂŒber den Buchhandel: 0,34 Cent.

 

Pro verkauftes Buch spenden wir die HĂ€lfte an ausgesuchte Lebenshöfe, die eine so wichtige Arbeit leisten. Auch der BĂŒcherverkauf auf Lesungen fĂ€llt darunter. đŸ’Ș

 

FĂŒr uns ist es ein Nullsummenspiel. Im Grunde reine Selbstausbeutung.

 

Und gerade deshalb:
„Wenn du etwas von einem (freien) KĂŒnstler kaufst, dann kaufst du nicht einfach nur ein Bild oder einen Roman oder einen Song. Sondern Du kaufst Hunderte Stunden Experimentiererei, Tausende Stunden voller Misserfolg. Du kaufst Tage, Wochen, Monate, Jahre der Frustration und Momente der puren Freude. Du kaufst NĂ€chte, erfĂŒllt von der Angst, die Miete nicht mehr bezahlen zu können, nicht genug Geld zu haben, um sich Essen zu kaufen oder die eigenen Kinder und die Tiere zu ernĂ€hren. Du kaufst nicht nur ein Ding, Du kaufst ein StĂŒck Herz, ein StĂŒck Seele, einen intimen Moment aus dem Leben von jemandem. Aber das Wichtigste: Du erkaufst dem KĂŒnstler mehr Zeit dafĂŒr, etwas zu tun, fĂŒr das er ernsthaft brennt; etwas, das all dem genannten, der Angst und den Zweifeln, einen Sinn gibt; etwas, dass sein Leben und das Leben anderer lebenswert macht.“
- Rebekah Joy Plett đŸ€

 

Mag sein, dass wir mit unseren BĂŒchern die Welt nicht Ă€ndern werden. Wir sind trotzdem der festen Meinung, dass es verdammt viel Sinn macht, Basisarbeit zu leisten und bei denen anzusetzen, die oft unter den Teppich gekehrt werden und die man so oft vergisst: Bei den Kindern und jungen Menschen. Denn sie sind, wie pathetisch das auch klingen mag, die Zukunft fĂŒr eine bessere, friedlichere Welt. 🌍

 

Auf diesem Wege danken wir auch den anderen Tierrechtsaktivisten, die mit ihrer Kunst denen eine Stimme verleihen, die nicht fĂŒr sich selbst sprechen können:
Den Tieren. đŸŸ

 

Ganz lieben Dank fĂŒr eure UnterstĂŒtzung, den regen Zuspruch, die tollen Rezensionen, die strahlenden Augen und die netten Worte. âœŒïžâœšđŸŽˆ

 

Marco Mehring