Sprache erschafft Wirklichkeit

Sprache erschafft Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit, die so wenige hinterfragen.

Nicht von ungefähr benutzen viele Menschen Begriffe wie „dummes Schaf“, „blöde Kuh“ „… Schwein“( beim Schwein sind der Phantasie offenbar keine Grenzen gesetzt), „dämliche Ziege“…, um andere zu beleidigen, denn all diese in der Realität liebenswerten, klugen und wunderbaren Individuen fallen in die Kategorie „Nutztiere“.

So wird uns schon von Kindesbeinen an beigebracht, dass die sprachliche Grenzüberschreitung mit der Legitimierung der Ausbeutung verbunden ist und uns denken lässt, unsere Existenz wäre „besser“, „lebenswerter“, „wertvoller“, als die der nichtmenschlichen Tiere, deren Körper wir nur als „Rohstofflager“ betrachten. Das Ergebnis ist u.a. der immer wiederkehrende Synapsenlimbo von Ausreden und Entschuldigungen, den erwachsene Menschen veranstalten, um niemals die eigene Rolle, die eigene Verantwortung, die ihnen in diesem „Spiel“ zuteil wird, zu hinterfragen.

Und so leben wir in einer Wirklichkeit, in der die völlig grundlose, willkürliche Vernichtung von Geschöpfen, die als pulsierendes Wunder voller Leben, Liebe und Wärme in ihren Augen in diese Welt geboren werden, als „normal“ angepriesen wird, während die, die dieses Tun ablehnen, als „ver-rückt“ gebrandmarkt und bekämpft werden: Völlig verkehrte Welt.

Kein „Nutztier“. Sondern eine Mutter. Ein Vater. Eine Tochter. Ein Sohn. Eine Schwester. Ein Bruder. Ein Kind. Ein Geschöpf, das leben will. So wie du.

Neue Literatur für eine neue Generation: Max & Fine

P.S. Unser lieber Freund Armin Rohm hat zu diesem Thema einen sehr guten, vertiefenden Artikel veröffentlicht!