Speziesismus beginnt zu Hause

Jedes Kind ist eine Sonne.
Jedes Kind ist ein Geschenk des Lebens.
Jedes Kind bringt ein Licht in diese Welt.
Und als Erstes sorgen wir dafür, dass ihm das Licht ausgeblasen wird.

 

Der Ursprung von Gewalt und Zerstörung liegt in unserem Umgang mit unseren Kindern, denn die Bemühungen, das „wilde“ Kind zu „domestizieren“ und gesellschaftstauglich zu machen, gelingt nur über den Weg, das Kind rechtzeitig daran zu hindern, seinen Bedürfnissen nachzugehen, sowie sein ureigenstes Einfühlungsvermögen zum Schweigen zu bringen.

 

Indem das Kind aber die Diskrepanz der beiden Welten zum eigenen Fehler macht, erhält es sich am Leben. Denn abgelehnt zu werden, sich als nicht geliebt zu erleben, das bedeutet schlussendlich, der Hoffnungslosigkeit ausgeliefert zu sein. Diese Angst zwingt das Kind automatisch, sich dem Willen des „Angreifers“ unterzuordnen, sich selbst ganz zu vergessen, sich mit ihm voll und ganz zu identifizieren.

 

Wer seine Identität aber verwerfen musste, wird oft zeitlebens von einem unbewussten inneren Terror angetrieben, den „Unterdrücker“ zu idealisieren und die Liebe für das Eigene in Hass umzuwandeln.

 

Hinter dem Argument der notwendigen "Zivilisation" des Kindes verbirgt sich eine Festschreibung von Herrschaft. Mittels der „Sozialisation“ wird dafür gesorgt, dass die Motivation zum Gehorsam gegenüber den Mächtigen tief in der Seele verankert wird.

 

Wenn aber Schmerz vom Bewusstsein ausgeschlossen oder abgespalten ist, dann wird dieser Schmerz zum Fundament einer Rache am Schmerz selbst, die ihren Ausdruck in der Zerstörung der Natur, sowie in der Zerstörung der menschlichen und nichtmenschlichen Tiere findet.

 

Wir Erwachsenen müssen dringend dafür sorgen, dass unsere Kinder so aufwachsen, dass ein inneres „Opfersein“ gar nicht erst entstehen kann.
Denn jedes nicht „entkernte“ Kind ist ein Geschenk für die Zukunft unseres Planeten.