Eine Weihnachtsgeschichte

1843 veröffentlichte Charles Dickens seine berühmte Erzählung „Eine Weihnachtsgeschichte“ („A Christmas Carol“), die auch schon sehr oft verfilmt wurde.
Darin geht es um einen Menschen namens „Ebenezer Scrooge“, der am Weihnachtsabend Besuch von Geistern bekommt.
Diese Geister entführen ihn in seine Vergangenheit, seine Gegenwart und seine Zukunft.
Dabei verfolgen sie ein Ziel:
„Ebenezer Scrooge“ soll klar gemacht werden, dass seine bisherige Existenz, geprägt von wenig bis gar keinem Mitgefühl und Liebe gegenüber all seinen Mitgeschöpfen, sinnlos und leer war.

 

Stell dir jetzt einmal vor, diese Geister würden DICH zur Weihnachtszeit in Form von all den Tieren aufsuchen, deren Existenz DU im Laufe deines Lebens durch DEINE Konsumentscheidung ausgelöscht hast.
Sie würden dich auf einen Streifzug durch dein Leben begleiten, das durch DEINE Konsumentscheidung auch zu ihrem geworden ist.
Mit der Geisterreise durch die Weihnacht müsstest du dich deiner Verantwortung stellen:

 

Sie würden dich mitnehmen in die Mastfabriken, in die Schlachthöfe, durch ihr Leben voller Grauen, dass nur dem Profit untergeordnet war.
Sie würden dich fühlen lassen, wie es ist, nach der Geburt von deiner Mutter getrennt zu werden, deine Eltern, deine Brüder und deine Schwestern zu verlieren.
Sie würden dich spüren lassen, wie es ist, bei vollem Bewusstsein vergast und geschreddert zu werden, du würdest ihre Todesangst auf den Tiertransportern hautnah miterleben, sie würden dich in den Wald geleiten und dir zeigen, wie sie kaltblütig abgeschossen wurden, sie würden dir schildern, wie es ist, als „Ding“, und nicht als Lebewesen wahrgenommen zu werden, sie würden dir den Schmerz, die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit erklären.
All das, was ihr Leben geprägt hat.

 

Sie würden dich fragen:
Warum hast du es zugelassen, dass unser Leben so schnell erlischt?
Warum hast du ein Leben voller selektivem Mitgefühl gelebt?
Warum hast du die einen gestreichelt und die anderen gegessen?
Warum warst du uns gegenüber so gleichgültig und ignorant?
Warum hast du immer und immer wieder weggeschaut, obwohl du wusstest, was mit uns geschieht?
Warum hast du immer wieder Entschuldigungen für dein Verhalten gesucht, statt dein Leben zu ändern?
Warum bist du immer mit dem Strom geschwommen und hast Dinge getan, die du vor dir selber eigentlich gar nicht verantworten kannst?
Warum hast du dieses großes Unrecht zugelassen und hast dich nicht gewehrt, indem du deinen Mund aufgemacht hast?

 

Du würdest deine Augen abwenden.
Du würdest die Kälte in deinem Herzen spüren.
Die Verlorenheit.
Du würdest Scham empfinden.
Schuld.

 

Und wie in der Geschichte von Charles Dickens, die an das Gute im Menschen appelliert, in der „Ebenezer Scrooge“ wachgerüttelt wird und seine Verhalten ändert, würdest auch du vielleicht ins Grübeln kommen und dein Verhalten für die Zukunft ändern:
Der Sinn von Weihnachten ist Liebe und Mitgefühl.
Mitgefühl für die Schwachen und Ausgebeuteten.
Um mehr Mitgefühl und Liebe in die Welt bringen zu können, müssen sich viele Menschen, aber auch gesellschaftliche und politische Strukturen, verändern.

 

Doch, von heute auf morgen kannst DU schon damit beginnen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, in dem DU anfängst, DEINE Gewohnheiten zu hinterfragen!
Jeden Tag, jede Stunde hast DU die Möglichkeit, den Frieden und die Freiheit, das Leben und die Selbstbestimmung, die DU für DICH selbst beanspruchst, auch auf unsere Mitgeschöpfe zu übertragen!

 

Es ist Zeit, dich zu weigern, etwas zu nehmen, was dir niemals gehörte.
Es geht hier nicht weniger als um den Respekt und die Anerkennung für das Leben anderer.

 

Zu Weihnachten haben wir für dich leckere Rezepte herausgesucht, mit denen du TIERLEIDFREI feiern kannst.
Es liegt an dir!
Nur an dir!
Guten Appetit und eine besinnliche, helle, schöne Weihnachtszeit für euch alle!