Stille Nacht? Heilige Nacht?

Weihnachten rückt näher.
Das „Fest der Liebe“.
Für viele Menschen bedeutet Weihnachten, eine stille, ruhige, eine besinnliche Zeit zu haben.
Doch, was heißt das eigentlich: „Sich besinnen?“
Nachdenken. Reflektieren. Bewusst werden.


Mir fallen die Zeilen ein:
„Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hoch heilige Paar.
Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh,
schlaf in himmlischer Ruh."


Doch, wer „wacht“ denn da in „heiliger“ Nacht in Wirklichkeit so einsam?
Sind es nicht all die Tiere, für die sich der Mensch das Wort „Nutztier“ ausgedacht hat?
Die Tiere, die der Mensch gefangen hält?
Die Tiere, an denen der Mensch herumexperimentiert?


Das Schwein, das wacht:
Traurig, in den engen Buchten der Mastfabrik.
Die Kuh, die wacht:
Enthornt, im dunklen, kalten Stall.
Das Kälbchen, das wacht:
Einsam, seiner Mutter entrissen, im Kälberiglu.
Die Gans, die wacht:
Gerupft, in einer schmutzigen Ecke.
Das Huhn, das wacht:
Federlos, in der überfüllten Legebatterie.
Der Affe, der wacht:
Mit Drähten im Kopf, in einem Labor.
Der Tiger, der wacht:
Gebrochen, im Kreise laufend, in einem Zirkus.


Wäre es nicht gerade JETZT einmal an der Zeit, sich auf diese, von uns Menschen geschundenen Geschöpfe zu „besinnen?“

Wer denkt zur (Vor-) Weihnachtszeit, oder überhaupt zu irgendeiner Zeit, an diese gepeinigten Seelen, die täglich auf unseren Tellern landen?


Wer denkt an den Leidensweg eines Weihnachtsbratens, einer Entenbrust, einer Stopfleber, wer denkt beim Anblick der Kuchen und Süßigkeiten voller Milch, Butter und Eier an das gewaltsame Ende eines Lebens, das einfach nur leben wollte?


Wir Wohlstandsmenschen sind zu Weihnachten in einem geradezu infernalen Konsumrausch gefangen.
Mehr, immer mehr, mehr und mehr muss es sein.
Mehr von allem.
Viel mehr.
Konsum, Konsum, Konsum mit Scheuklappen.
Ohne Anfang.
Ohne Ende.


Doch, wo bleibt unsere Liebe und Barmherzigkeit gegenüber unseren Mitgeschöpfen?


Millionen beseelter und sensibler Tiere der verschiedensten Art, wird minütlich das Wertvollste, das sie besitzen, nämlich ihr Leben, genommen, nur um unsere „Gaumenfreuden“ zu befriedigen, und um dann, nahezu unkenntlich gemacht, in Supermärkten feilgeboten zu werden.


Oder beschränkt sich das, was wir unter Liebe und Barmherzigkeit verstehen, nur auf unsere Familie, unsere engsten Freunde?
Wenig nur auf unsere Mitmenschen?
Gar nicht auf die Tiere?


Viele fragen sich, wie man die Welt zu einem besseren, lebenswerteren Ort machen kann.
Die Antwort ist ganz einfach:
Am Anfang steht der einzelne Mensch.
Du.
Jedes Individuum, das Mitgefühl und Barmherzigkeit zeigt, sich „besinnt“, reflektiert, nachdenkt und sein Verhalten ändert.

Und je mehr Menschen es werden, die zur „Besinnung“ kommen, umso größer, umso gewaltiger wird die Möglichkeit sein, dass wir die Gesellschaft ändern.
Dann haben wir die Kraft, den Tierfabriken und Schlachthöfen etwas entgegenzusetzen und das Leid und Elend unzählig vieler Tiere aus der Welt zu schaffen.


„Stille Nacht, heilige Nacht?“

Wenn ich das höre, will ich nicht daran glauben.
Denn ist es nicht eine eher „scheinheilige“ Nacht?
Eine Zeit, die zu einem reinen Lippenbekenntnis geworden, zu einem Lügengebäude verkommen ist, bei dem wir von Frieden, Barmherzigkeit und Mitgefühl quasseln, uns aber diametral entgegengesetzt dazu verhalten?


Gerade zu Weihnachten können wir für Gerechtigkeit sorgen.
Gerade zu Weihnachten können wir uns selbst, unseren Kindern und den jungen Menschen Glaubhaftigkeit vorleben.
Gerade zu Weihnachten können wir authentisch sein und laut und deutlich sagen:
„Nein! Da mache ich nicht mehr mit.“
„Nein! Dieses Jahr unterstütze ich dieses millionenfache Leid nicht mehr!“
„Nein! Dieses Jahr ändere ich mein Verhalten und behandele andere so, wie ich selbst gerne behandelt werden würde!“


Was ist Liebe?
Liebe ist Mitgefühl.
Liebe ist Respekt.
Liebe ist Gewaltlosigkeit.

Max & Fine ist Liebe.
Liebe denen gegenüber, die keine Stimme haben.
Unterstützt „Max & Fine“ zu Weihnachten, damit die Wahrheit eine Chance bekommt.
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P.S. Die Grafik, sowie der Text, sind NICHT Inhalt des Buches "Max & Fine" ("Max & Fiona“).