Fine krümelt Schwarzwälder Kirschtorte

Liebe Freunde!

Ihr werdet es kaum glauben!

Mit dem erste Spatenstich fiel heute der Startschuss zu Herrn Karls neuen Lebenshof.

Sein alter Stall, in dem Max geboren wurde, ist abgerissen worden und zwei neue, große Offenställe entstehen.

Viele von Herrn Karls Freunden waren von nah und fern angereist, um beim Bauen zu helfen.

"Das wird jetzt schon ein Weilchen dauern, bis alles fertig ist, Fine!", rief Herr Karl mir zu, als ich ihn, mit Luise und Max im Schlepptau, besuchen kam.

Luise blickte sich neugierig um.

Ihr hatte der dunkle Stall nie gefallen und sie war froh, dass er nun weg war.

"Und was passiert dann?"

"Dann? Dann werde ich auf meinem Hof Kühe, Schafe, Hühner und noch viel mehr Tiere aufnehmen, die in Not geraten, oder ins Schlachthaus müssen, weil sie nicht mehr ´profitabel´sind. Ich hasse dieses Wort, aber ich habe ja auch einmal so gedacht, Fine!"

Er schüttelte nachdenklich den Kopf und hatte Tränen in den Augen.

"Wo sind denn Ihre anderen Kühe hin, Herr Karl?", wollte ich wissen.

"Oh, die sind bei einem Freund, der gut auf sie aufpasst, solange wir hier herumwerkeln. Es wird ihnen an nichts fehlen!", schnaufte er, nahm ein paar Bretter und wuchtete sie von einem Stapel zum nächsten.

"Muh! Ich hätte nie gedacht, dass der Traktor mal einen Lebenshof baut, Fine!", schnaubte Max.

"Und wer ist daran schuld? Du, Fine!", muhte Luise nun und schmiegt sich dankbar an mich.

"Dankeschön, Fine!", sagte Max mit vollem Mund. Er war mal wieder am wiederkäuen und sah zufrieden aus.

Ich könnte ihn tagelang knuddeln.

"Na, ihr drei!"

Wir drehten uns um!

Mein Mama stand mit einer Torte in der Hand vor uns.

"Eine rein pflanzliche Schwarzwälder Kirschtorte. Für die fleißigen Helfer, die den neuen Stall bauen.", lächelte sie.

"Aber ich muss mich beeilen, sonst zerläuft das gute Stück!"

Sprachs und lief eiligst davon.

Fünf Minuten später war von der Torte nichts mehr übrig.

"Ach, Fine!  Auf der Terrasse steht ein Stück Torte für dich. Und ich habe auch frische Kräuter für Luise und Max vorbereitet.", rief sie.

So schnell waren wir noch nie zur Terrasse gerannt und galoppiert, das könnt ihr mir glauben.

Hmm, sie schmeckte einfach himmlisch!

Ihr müßt sie unbedingt mal ausprobieren!

Alles Liebe!

Eure Fine.

Gefunden hat meine Mama die Tortenbombe in Timm´s Vegan Kitchen :-)

 

Zubereitungszeit inkl. Backzeit zirka 1 Stunde &  20 Minuten

 

Für das Rezept benötigt ihr:

400Gramm Mehl

250 Gramm Zucker

50 Gramm  Kakao

1 Packung Backpulver

1 Packung Vanillezucker

250 Milliliter Pflanzenöl

350 Milliliter Reis-/Soja-Milch

3 Packungen  Reissahne

3 Packungen Sahnesteif

1 großes Glas Sauerkirschen (Achtung! Manche Hersteller verwenden E120, Karmin ist nicht vegan!)

Schokostreusel

 

Backzeit des Bodens ca. 40 Minuten bei 180°C Ober-Unterhitze

 

Zuerst wird aus Mehl, Zucker, Kakao, Backpulver, Vanillezucker, Pflanzenöl und der Reismilch ein glatter Teig gerührt.

Da wir zuerst einen normalen Schokokuchen backen, wird dieser Teig in einer gut (!) eingefetteteten 26er Springform bei 180° Ober-Unterhitze für zirka 40 Minuten gebacken.

Die Stäbchenprobe zeigt euch, ob der Kuchen fertig ist, oder ob er noch ein Weilchen braucht.

Generell mehle ich die eingefetteten Formen nochmal aus, so bleibt garantiert kein Kuchen hängen.

Der Kuchen muss komplett auskühlen, sonst ist das weiterverarbeiten so gut wie unmöglich.

Während der Kuchen auskühlt könnt ihr aber die Kirschen abtropfen lassen und die Sahne zubereiten.

Ich kaufe immer entsteinte Kirschen, aber auch diese wollen sorgfältig nach Steinen untersucht werden, sonst kommt das Böse erwachen.

Die Sahne einfach mit dem Sahnesteif aufschlagen und in den Kühlschrank stellen und die Kirschen können in einem Sieb abtropfen.

Nun widmen wir uns wieder dem Kuchen.

Ist dieser komplett ausgekühlt legt ihr ihn auf die Kuchenplatte, auf der die fertige Torte stehen soll und schneidet den Kuchen in 2 ca. gleichgroße Hälften und nehmt die obere Hälfte runter, sodass ein einfacher “Tortenboden” entsteht. Die klassische Schwarzwälder hat keine Wölbung und manche schneiden die Wölbung, die der Kuchen beim backen bekommt, ab, ich aber lasse sie, wo sie ist, wir wollen ja nichts wegwerfen.

Die obere Hälfte des Kuchens herunter zu nehmen ist eine kleine Übungssache, bei mir hat das auch nicht gleich am Anfang geklappt, nur Mut!

Auf die untere Kuchenhälfte kommt eine Schicht Sahne, in die anschließend die Kirschen gedrückt werden, sodass die komplette Oberseite der Hälfte mit Sahne und Kirschen bedeckt ist.

Setzt die obere Hälfte des Kuchens auf die untere und fangt an, die Sahne zu verstreichen.

Ich finde die  klassische Variante der Schwarzwälder am schönsten, also bestreut die Torte mit Streuseln und setzt kleine Häubchen mit einem Spritzbeutel obendrauf.

Wenn ihr noch Kirschen übrig habt, könnt ihr auf diese Häubchen noch Kirschen setzen.

Guten Appetit!