Fine schnabuliert Schoko-Mürbekekse mit Erdnußmarzipan

Liebe Freunde.

Könnt ihr euch noch erinnern, als Herr Karl die leckeren "Nuss - Dattel - Taler gebacken hat?

(Das Rezept findet ihr HIER)

Seine Schwester lebt mit einem Dattelhändler in Marokko und hatte ihm fünf Kilogramm Datteln geschickt, woraus er dann die Taler machte.

Und genau diese Schwester hat unserem Nachbarn, der gerade schwer damit beschäftigt ist, seinen Lebenshof aufzubauen, ein weiteres Paket geschickt.

Dieses Mal war selbstgemachtes "Marzipan" drin.

Zuerst habe ich "Marzieh Pan" verstanden und dachte, so hieße der Mann von Herrn Karls Schwester oder der Bruder von "Peter Pan", aber da lag ich falsch.

"Marzipan wurde vermutlich zuerst in Persien, dem heutigen Iran hergestellt. Es hieß dort ´Haremskonfekt´. Es kam im Mittelalter mit den Arabern nach Europa. In Venedig wurde es im 13. Jahrhundert als ´Marzapane´ erwähnt.

Im 14. Jahrhundert war Marzipan beim gehobenen europäischen Adel als Konfekt sehr beliebt.

Es wurde zunächst wie andere Süßwaren von Apothekern hergestellt.

In dieser Zeit wurde der aus Mandeln, Zucker und Rosenwasser hergestellte Süßteig als Arzneimittel gegen so manche Wehwehchen benutzt!

Die Herkunft des Wortes Marzipan ist bis heute umstritten.

Sicher ist nur, dass das Wort im 16. Jahrhundert aus dem italienischen ´marzapane´  entlehnt wurde.

Dann gibt es zahlreiche Spekulationen, darunter Herleitungen aus dem lateinischen ´Marci panis´ (Markusbrot), dem persischen ´märzäban´ (Markgraf) oder dem griechischen ´maza ´ oder ´massa´ (Mehlbrei).

In Spanien weist der Volksmund auf den Anblick der Grundmasse zur Herstellung des ´Turron de Jijona´  und ´Mazapan´ als ´Massa de Pan´, mithin auf einen Brotteig."

Mein Papa rückte sich seine Brille zurecht und blickte mich über den Computerbildschirm hinweg an.

Er hatte mir die Informationen über Marzipan aus dem Internet vorgelesen.

"Alles verstanden, Fine?", frage er mich.

"Ehrlich gesagt, schwirrt mir der Kopf, aber unsere Leser finden das sicher interessant!", erwiderte ich.

Er nickte und lächelte.

Dann machte er plötzlich große Augen und ein erstauntes "Oh!" kam aus seinem Mund.

Er deutete mit dem Zeigefinger auf die Terrasse und auch ich machte große Augen, als ich sah, wer dort stand.

"Max!", rief ich.

Mein Freund Max lächelte uns durch die geschlossene Terrassentür an.

Im Mund trug er ein Tragetuch, das mit irgend etwas gefüllt war.

Ich eilte zur Tür, öffnete und nahm Max das Tuch ab.

"Muhu! - Endlich! Hallo Fine!", schnaubte er und schnappte nach Luft.

"Was machst du denn hier, Max?"

"Ich bringe euch leckere Plätzchen zum schnabulieren, Fine!", muhte er.

Mein Papa kam dazu und blickte Max neugierig an.

Er konnte Max natürlich nicht so verstehen, wie ich das konnte, also war er immer ein wenig verwirrt, wenn Max zu muhen begann und fragte sich wohl, was das kleine Kälbchen wollte.

"Schau mal, Papa. Max hat uns Plätzchen mitgebracht.", rief ich.

"Die hat der Traktor gemacht, Fine!", muhte Max.

´Traktor´war der Spitzname, den ich mir für Herrn Karl ausgedacht hatte.

"Mit dem Marzipan seiner Schwester aus Marokko?", fragte ich und Max nickte zustimmend.

Auch er blickte meinen Papa nun neugierig an und streckte ihm die Zunge heraus.

Mein Papa kratzte sich verwirrt am Kopf.

Ich musste lachen und er schaute noch verwirrter drein.

"Iss doch einen Keks, Papa!", kicherte ich und hielt ihm einen duftenden Keks unter die Nase.

Er biss zaghaft in den Keks und verschlang ihn dann mit einem Happs!

"Boar, lecker, Fine! Probier mal!", mümmelte er und nahm sich einen zweiten.

Auch ich griff in das Tuch und schnappte mir einen Keks, bevor mein Papa alle alleine aufschnabulieren konnte.

"Ich laufe wieder zu Luise, Fine!", schnaubte Max. "Wir wollen einen kleinen Spaziergang ins Dorf machen."

"Oh, toll. Was dagegen, wenn ich mitkomme, Max?"

"Nein, überhaupt nicht. Ich hatte gehofft, das du fragst, Fine!"

Da klingelte es an der Tür. Mein Papa ging  hinein und ich hörte die Stimme vom Traktor, der polternd ins unser Haus lief.

"Kommt ihr?", hörte ich plötzlich ein Muhen.

Luise hatte sich angeschlichen und wackelte mit ihrem Schwanz.

"Klar, Luise!", rief ich ihr zu.

Ich lief zu meiner Freundin, umarmte sie und zu dritt machten wir uns auf den Weg ins Dorf.

Aus dem Haus hörte ich noch, wie sich mein Papa und der Traktor über Kekse und die Weihnachtsbäckerei unterhielten.

Ich stellte mir die beiden in Backschürzen vor und mußte wieder lachen.

So laut, dass Luise und Max mich erstmal entgeistert anstarrten, dann aber muhend ins Gelächter mit einfielen.

Ich wünsche euch ein leckeres Wochenende!

Eure Fine!

P.S. Hier ist das Rezept, das ich auf dem tollen Blog des Veganen Foodnerd gefunden habe.

Besucht sie doch mal!

 

Für 25 Stück
1 pürierte Banane mit
150 Gramm zimmerwarmer Margarine gut verrühren, dann
240 Gramm Dinkelmehl

70 Gramm gemahlene Mandeln

30 Gramm Puderzucker  damit verkneten (Mixer oder Handrührgerät mit Knethaken)
und dann

100 Gramm Schokotropfen oder gehackte Zartbitterschokolade unterrühren.

Diesen Teig zu einer Rolle mit etwa 3-4 Zentimeter Durchmesser formen,

in Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Dann in 25 gleich große Scheiben schneiden, zu einer Kugel rollen, plattdrücken so dass es Kekse von etwa

4 Zentimeter Durchmesser werden und auf 2 Backbleche mit Backpapier legen.
Bei 160 Grad Umluft etwa 15 Minuten backen und auskühlen lassen.

Für das "Erdnussmarzipan"
100 Gramm Puderzucker mit
2 Esslöffel Erdnusscreme und
1-2 Esslöffel Pflanzenmilch mixen
Zu 25 etwa kirschgroßen Kugeln rollen, flach drücken und auf die Kekse legen.
150 Gramm Zartbitterkuvertüre oder Reismilchkuvertüre im Wasserbad schmelzen.
Die Kekse auf ein Gitter legen.
Etwa pro Keks einen Teelöffel Schokolade auf den Keks laufen lassen und vorsichtig mit der Löffelrückseite zu den Rändern hin verstreichen.