Gemüse selbst anbauen III

"Was passiert eigentlich, wenn Luise oder Max unsere Gemüsepflanzen abgrasen?", fragte ich beim heutigen Sonntags -  Frühstück meine Eltern besorgt.

Meine Mama gluckste leicht und meinte dann: "Fine! Luise & Max würden das nie machen, aber vorsichtshalber können wir ja einen kleinen Zaun um das Beet bauen. Was meinst du?"

Ich nickte begeistert, obwohl ich dachte, dass meine Mama wohl recht hatte.

"Wir haben noch einen kleinen Maschendrahtzaun im Schuppen hinter dem Haus. Der würde perfekt passen!", warf mein Papa ein.

Nach dem Frühstück liefen wir in den Garten und holten den Zaun, der aufgerollt in einer Ecke stand, aus dem Schuppen heraus.

"Jetzt messen wir die Länge aus, die wir brauchen, damit der Zaun gut um das Beet reicht, schneiden ihn dann ab, halbieren ihn auf die Hälfte und buddeln in am Rand des Beetes in den Boden ein."

Die Arbeit ging ruckzuck voran.

Schon nach einer Stunde waren wir fertig.  Doch der Zaun stand noch ein wenig wackelig da.

Da hatte ich eine Idee:

Ich holte die Stöcke, die ich am Waldtag in der Kita gesammelt hatte aus meinem Zimmer und brachte auch noch eine stabile Schnur mit.

Meine Vater schnalzte mit seiner Zunge. "Tolle Idee, Fine!", sagte er anerkennend.

Wir bohrten die Stöcke rund um das Beet von außen in die weiche Erde und befestigten den Draht mit der Schnur daran.

Danach blickten wir mit Stolz auf unser Beet. Der Zaun hielt wie eine Eins.

Hinter mir hörten wir plötzlich etwas Rascheln. Wir drehten uns um und sahen, wie Luise & Max hinter dem kleinen Strauch zum Vorschein kamen.

Max schüttelte seinen kleinen Kopf, so als wolle er mir sagen: "Keine Angst, Fine. Wir würden niemals dein Gemüse anknabbern. Wir essen lieber das saftige Gras von der Wiese."

Luise bestätigte die Worte ihres Sohnes: "Muh!"

Wir lachten und ich versprach den Beiden, gleich mit ihnen an den Bach hinter der Weide zu gehen. Und was macht Ihr? Vielleicht auch noch einen Spaziergang im Wald?

Ich flitze los. Euch einen schönen Sonntag!

Bis Bald.

Eure Fine.